Das Glas klingt, der Saal wird still, und irgendwo zwischen Vorspeise und Hauptgang steht der Vater des Bräutigams auf. Er hat drei Wochen an diesen vier Minuten gearbeitet. Die Gäste merken davon nur, ob es gelungen ist.
Eine Anekdote schlägt zehn gute Wünsche
Hochzeitsreden scheitern selten an zu wenig Gefühl. Sie scheitern an zu viel Allgemeinem: Liebe, Treue, gemeinsamer Weg. Das hat jeder im Saal schon einmal gehört. Hängen bleibt die Geschichte, die nur Sie erzählen können, etwa der Abend, an dem die Braut zum ersten Mal zum Essen kam und den Hund der Familie für sich gewann.
Drei bis fünf Minuten reichen. Das sind etwa 400 bis 650 gesprochene Wörter.
Wer spricht, bestimmt den Ton
Die Vaterrede darf rühren, die Mutterrede auch. Die Trauzeugenrede darf frotzeln, solange die Großmutter mitlachen kann. Bei der freien Trauung trägt die Rede die ganze Zeremonie, und zur Silberhochzeit kommen 25 Jahre Material zusammen, aus denen man auswählen muss. Welche Fehler dabei am häufigsten passieren, steht in unserem Beitrag Hochzeitsrede schreiben lassen.
Ihre Rede mit dem Reden-Generator
Der SIGMA Reden-Generator fragt nach, wie ein Journalist im Interview: Wer heiratet, was verbindet Sie mit dem Paar, welche Geschichte gehört in die Rede. Aus Ihren Antworten entsteht ein Manuskript in Ihrer Sprache, ab 99 Euro.
Häufige Fragen
Wie lang sollte eine Hochzeitsrede sein?
Drei bis fünf Minuten. Bei mehreren Rednern eher drei, damit das Essen warm bleibt.
Wer hält traditionell eine Rede auf der Hochzeit?
Meist der Brautvater oder beide Väter, dazu Trauzeugen und manchmal das Brautpaar selbst. Eine feste Regel gibt es nicht mehr.
Darf eine Hochzeitsrede lustig sein?
Ja, solange niemand im Saal Ziel des Witzes ist. Peinliche Geschichten über Ex-Partner gehören nicht dazu.